Warum ich TAMSIV erstellt habe – die Geburtsstunde des Projekts
Alles begann mit einer banalen Frustration. Meine Frau und ich verwalten eine vierköpfige Familie. Einkaufslisten? Auf einem Zettel am Kühlschrank. Hausarbeiten? In unseren Köpfen. Und wenn wir etwas vergessen – was oft vorkommt – ist das die kleine tägliche Anspannung.
Gleichzeitig bin ich Mitglied in einem Tauchclub. Und dort herrscht organisiertes Chaos: Alles läuft über WhatsApp. Ausflüge, Anmeldungen, Ausrüstung, Berichte. Dutzende Nachrichten pro Tag in einer Gruppe, in der Informationen untergehen. Sie suchen das Datum des nächsten Ausflugs? Viel Glück, es zwischen Memes und Fischfotos zu finden.
Die Idee: Was wäre, wenn wir einfach sprechen könnten?
Ich dachte mir: Warum können wir nicht einfach sagen, was wir tun wollen? „Füge Milch zur Einkaufsliste hinzu.“ „Erinnere mich daran, die Flaschen für Samstag vorzubereiten.“ Ohne eine App zu öffnen, ohne zu tippen, ohne das richtige Feld in einem Formular zu suchen.
So entstand TAMSIV. Ein Aufgaben- und Notizmanager, der sprachgesteuert ist, mit einer konversationellen KI, die versteht, was Sie wollen, und entsprechend handelt.
Die ersten technischen Entscheidungen
Erster Commit im Oktober 2025. Ich habe mich sofort für ein Monorepo mit drei Ordnern entschieden: frontend/ in React Native TypeScript, backend/ in Node.js Express mit WebSocket und website/ in Next.js für die Landingpage.
Warum React Native? Weil ich von Haus aus Webentwickler bin. Reines natives würde mich um mehrere Monate verlangsamt haben. Und mit der New Architecture (Fabric) stimmt die Performance.
Für die Datenbank habe ich Supabase gewählt. Verwaltetes PostgreSQL, integrierte Authentifizierung, Dateispeicher, Realtime – alles, was ich in einem einzigen Dienst brauchte.
Die Sprach-Pipeline
Das Herzstück des Projekts ist die Sprach-Pipeline. Schon im ersten Prototyp habe ich die komplette Kette verdrahtet: Audio PCM 16kHz → WebSocket → Deepgram STT → LLM → Function Calling → OpenAI TTS. Der Benutzer spricht, das Backend transkribiert, sendet den Text an ein LLM, das entscheidet, was zu tun ist, und sendet eine Sprachantwort zurück.
Die ersten Tests waren magisch. „Erstelle eine Aufgabe, Brot für morgen kaufen“ zu sagen und die Aufgabe mit dem richtigen Datum erscheinen zu sehen … das ist die Art von Moment, die Ihnen bestätigt, dass Sie auf dem richtigen Weg sind.
Solo-Entwickler: Freiheit und Einsamkeit
Als Solo-Entwickler hat man völlige Freiheit bei technischen Entscheidungen. Keine Meetings, keine Kompromisse. Aber es ist auch die Einsamkeit angesichts von Bugs um 23 Uhr. Dieses Logbuch ist meine Art, das Abenteuer zu dokumentieren. Nächster Schritt: die Datenbank strukturieren.